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Lore
Akasha-Offenbarung
Wir enden am Anfang.
Rosafarbenes Licht durchflutet das Cockpit einer Hawk, die mit Reisefluggeschwindigkeit hoch oben über der Erde fliegt. Vor ihr schwebt der Reisende bewegungslos mit der Finsternis des Weltraums im Hintergrund und aus einem triangulären Zugang in seiner Hülle erstrahlt schimmerndes Licht.
Sich freiwillig für diese Mission zu melden, war die eine Sache, aber angesichts des drohenden Unbekannten verspürt der Titan Joxer nun Zweifel in sich aufkommen. „Das ist genau wie bei den Jagden auf die Ahamkara“, versichert ihm sein Geist. „Rücksichtslos, ungestüm und gefährlich.“ Joxer wirft seinem Geist einen Blick zu und lächelt. Jetzt fühlt er sich schon besser.
Die beiden Kabal-Eskorten jeweils links und rechts von Joxers Hawk stellen ihre Motoren ab und lassen die Hawk weiter in Richtung des Reisenden fliegen. Sie sagen etwas über die Komms auf Uluranth.
„Die Übersetzung lautet ungefähr: ‚Jenseits des Bekannten herrscht der Schrecken des Universums‘“, erklärt sein Geist. Joxer weiß nicht so recht, ob es eine Warnung, ein Fluch oder doch eher ein Zuspruch sein soll. Wenn man aber bedenkt, dass es Kabale sind, treffen wohl alle drei zu.
Joxer kippt den Steuerknüppel leicht nach vorne und bewegt die Hawk in gleichmäßigem Tempo vorwärts. Das Auge seines Geists wird größer, als das rosafarbene Licht vom Portal heller wird und die kaleidoskopische Oberfläche das gesamte Blickfeld dominiert.
Joxer umfasst die Steuerung fester, als in ihm ein intensives Schwindelgefühl aufkommt. Echos von Klaviernoten ertönen um ihn herum. Er spürt Hände auf seiner Brust unter seiner Rüstung und Atemzüge an seiner Wange unter seinem Helm.
„Eric, komm wieder ins Bett.“ In seinem Kopf flüstert eine Stimme. Er sieht eine Stadt, ein Zuhause. Familie und Kinder. Er kann nicht schlafen. Sie sind nicht allein im Universum. Das Ares-Projekt wird –
Joxers Geist kreischt, die Hülle löst sich entlang der Fugen. Joxer kommt wieder zu Sinnen und ergreift die Steuerung, als die Nase der Hawk das Portal berührt und beginnt, es zu durchqueren. Er hört Gelächter, Schreie, spürt Lippen auf seiner Wange, Hände auf seinen Schultern.
Das Kreischen seines Geistes überdauert den Urknall und hält bis zum Hitzetod des Universums an.
Joxer vernimmt einen Schrei, den er ausstoßen wird, wenn sein Schiff beginnt und endet.
„Komm wieder ins Bett.“
Der Schrei verlässt seine Kehle.