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Lore
Feindliches Territorium
„Der Heimvorteil ist heute längst nicht mehr so groß wie früher.“ —Tulnik
Prak'kesh warf seinen halb abgenagten Batadactyl-Wing einem zotteligen Kriegsbiest zu, das sich am Fuße des Turms räkelte.
„Die Vorhut muss echt mal was gegen diese Streuner tun“, nörgelte Tulnik, ehemaliger Korsar und Prak'keshs Leibwache. „Wenn sie noch größer werden, machen sie sich bald über unsere Knochen her.“
Prak'kesh zuckte mit den Schultern. „Es ist der Vorhut vollkommen egal, was hier unten vor sich geht. Außerdem habe ich dich für genau sowas eingestellt. Apropos … da kommt Arbeit.“
Es näherten sich drei vollkommen in schwarz gekleidete Jäger. Ihre Umhänge flatterten im Wind wie ein Schwarm Raben. Tulniks ließ seine Hand ganz beiläufig auf seinem Schicksalsbringer ruhen.
Der Anführer der Fadenläufer ging lässig auf Prak'kesh zu. „Wir wollen auf die Jäger als Sieger der Hüter-Spiele setzen.“
„Und habt ihr denn auch den nötigen Glimmer dafür, Killer?“ Prak'kesh versuchte, mit der Zunge ein Stück Batadactylfleisch zu lösen, das ihm noch zwischen den Zähnen hing. „In Superschwarz seht ihr nicht gerade wie die absoluten Obermacker aus.“
„Wir haben etwas viel Besseres.“ Der Jäger schwang seinen Umhang beiseite und offenbarte eine Praxianische Klinge, die an seinem Gürtel befestigt war.
Prak'kesh gab ein leises Pfeifen von sich. „Wissen die Praxianer, dass ihr euch an ihrem Zeug bedient?“
„Wieso? Hast du Schiss?“, feixte der Jäger. „Sobald die Möglichkeit besteht, dass sie es merken, ist eh keiner von ihnen mehr da.“ Er hob den Blick und schaute verächtlich am Turm hinauf. „Und das Gleiche gilt für die Vorhut.“
„Ist das so?“, sagte Prak'kesh sanft. „Tja, religiösen Krimskrams akzeptiere ich als Währung leider nicht. Tauscht ihn irgendwo ein und kommt mit richtiger Kohle wieder. Dann reden wir über eure Wette.“
Widerwillig machten sich die Jäger wieder auf den Weg. „Denk vielleicht mal drüber nach, auf wessen Seite zu stehst“, rief der Fadenläufer ihm über die Schulter zu. „Wäre doch schade, hier unten zu sein, wenn der Turm fällt, oder?“